
Alpin Damen knapp am Soldeu-Podest vorbei

Für eine ungewollte akrobatische Einlage sorgte Elisabteh Görgl kurz vor der Zieleinfahrt. (Fotos: GEPA)

Für Anna Fenninger gab es nur ein Motto. Voller Angriff!

Wieder in Schuss: Eva-Maria Brem kommt zurück zu alten Stärken.
Mit der Podest-Entscheidung hatten die Österreicherinnen im Riesentotlauf am Sonntag in Soldeu nur knapp nichts zu tun. Ein Beinahesturz war es, der Elisabeth Görgls Vorsprung im Ziel auf lediglich 14/100 Sekunden schrumpfen ließ. Sie blieb mit der linken Hand am vorletzten Tor hängen, konnte einen Sturz noch verhindern, musste damit aber ihre Chancen auf einen Stockerlplatz begraben und wurde Fünfte.
Eine Aufholjagd sondergleichen startete Anna Fenninger im zweiten Durchgang. War sie im Ersten von Winde verweht worden und auf Rang 17, fuhr sie einen entfesselten, von ÖSV Coach Stefan Bürgler gesetzten und ob des Windes um elft Tore verkürzten zweiten Lauf. Erst Teamkollegin Lizz Görgl löste Fenninger vom Leaderboard ab. Sie reihte sich schlussendlich auf Rang sechs ein.
Nach längerer Durststrecke wieder gut in Fahrt kam Eva-Maria Brem. Die Tirolerin fuh im ersten Lauf auf Platz 12 und klassierte sich im Finale als Zehnte. „Endlich wieder ein Erfolgserlebnis. In den letzten Wochen ist es im Training schon besser gelaufen. Ich war oft zu verkrampft. Heute bin ich am Start gestanden und habe mir gesagt, dass ich einfach Spaß haben möchte“, so Brem, die Soldeu als Veranstaltungsort „als absolut weltcuptauglich“ einstufte.
Im Riesentorlauf Weltcup wird’s eng
Worley (310 Punkte), Rebensburg (290), Fenninger (262), Vonn (249) und Görgl (221) sind momentan nur durch 89 Punkte getrennt. Für die noch verbleibenden Riesenslaloms verspricht das an Spannung pur. Ob der Nachtragbewerb von Courchevel, der in Soldeu neuerlich abgesagt werden musste, in Ofterschwang (GER) abgehalten werden kann, wird vom internationalen Skiverband FIS geprüft.






